Helpcenter, Russland

Helpcenter bezieht neues Zuhause

24 Feb , 2016  

2011 wurde in einem kleinen Dorf in der Nähe von Prokopjewsk ein ganz besonderes Projekt gestartet: Es begann als Hilfsprojekt für alleinstehende Frauen und Mädchen mit Kindern, die keine Bleibe hatten. Auch zwei Babys kamen in dieser Zeit zur Welt. Seit Juli 2014 ist die Organisation „Helpcenter“ offiziell registriert. Die Arbeit, aber auch der Personenkreis der Hilfsbedürftigen ist seitdem kontinuierlich gewachsen: Es kommen jetzt auch Drogenabhängige, Alkoholiker, Obdachlose, Körperbehinderte und Menschen in anderen Notlagen. Ziel des Projektes ist es, diesen Menschen auf sozialer wie auch geistlicher Ebene zu helfen. Zur Erstversorgung gehören neben Unterkunft und Kleidung auch die Beschaffung wichtiger Dokumente, Familienzusammenführung und Seelsorge. Dazu kommt auch die oft nötige medizinische Hilfe.

Für Strafentlassene und Obdachlose wurde eine eigene Gruppe gegründet. Im Moment werden neun obdachlose Senioren auf diese Weise betreut. Daneben wird ein Rehabilitationsprogramm für suchtkranke Männer angeboten. Hier spielt auch die Arbeitstherapie eine wichtige Rolle: Instandsetzung, Renovierung, Bau und Landwirtschaft. Man kann den Führerschein erwerben und einige werden in der Pflege der Senioren eingesetzt. So haben seit Bestehen dieses Projektes schon über 100 Personen in unterschiedlichsten Notlagen Hilfe erfahren.

Mit Hilfe des nehemia teams konnte im Dezember 2014 ein großes Haus gekauft werden, dass jetzt Stück um Stück renoviert und bezogen wird. Damit hat sich die beengte Raumsituation entspannt und es kann mehr Menschen geholfen werden: In der Planung sind: drei große Zimmer für 18-20 behinderte und alte Menschen; zwei Zimmer für vier Frauen mit Kindern; zwei Zimmer für 12-16 Personen im Rehabilitationsprogramm; dazu eine Kantine, Schulungsraum, Krankenzimmer, zwei Mitarbeiterzimmer, ein Saal für Gottesdienste und andere Veranstaltungen.

Bald sollen auch ein Kindergarten, Autowerkstatt, Sozialtaxi und eine Schneiderei dazukommen. Dies wird helfen, die Kosten zur Grundversorgung der Bewohner, zum Erhalt des Gebäudes, Ausbildungskosten usw. zu decken.

Das Mitarbeiterteam besteht aus acht Personen. Alle haben in der Vergangenheit selbst ein Rehabilitationsprogramm durchlaufen, haben Heilung erfahren und sind bereit anderen zu helfen. Sie bringen Qualifikationen im Bereich Schweißarbeiten, Autoreparatur, Nähen, Kochen, Kinderpflege, Bau und Innenrenovierung mit. Was sie verbindet ist die Liebe zu den Menschen, deren Leben sich in einer akuten Notsituation befindet.

Zurück