Borneo

Dort, wo der Regenwald stirbt

23 Jun , 2016  

Hans Heidelberger war im April 2016 mit einem kleinen Team (Thomas Tschaftary, Katrin Albang, Claudia Schweyer) gemeinsam mit Wolfgang und Heidi Oelschlegel im Landesinneren von Borneo unterwegs. Seit geraumer Zeit leiten diese ein Schülerwohnheim in Sanggau. Bei dem Besuch dieses Zentrums konnte sich die Gruppe einmal mehr von der Wichtigkeit guter Bildungschancen für die jungen Menschen in diesem Teil der Welt überzeugen. Neben guter Bildung ist es vor allem aber das soziale Miteinander und die Bewältigung der großen und kleinen Probleme eines Heranwachsenden, bei denen die weit über 100 Jugendlichen durch ein junges Mitarbeiterteam Hilfe erfahren. Nach diesem Besuch ging es für einige Tage „auf Tour“ in entlegene Urwalddörfer: Dabei wurden der Modellkindergarten in Mellinkat und weitere Projekte des nehemia teams besucht.

Deprimierend war zu erleben, wie dort in den letzten Jahren in einem relativ kleinen Gebiet ca. 50.000 Hektar an Palmölplantagen entstanden sind. Durch die Abholzung des ursprünglichen Regenwalds verlieren nicht nur bedrohte Tierarten wie die Orang Utans ihre Lebensgrundlage, sondern vor allem auch die Menschen, die dort zuhause sind. Die Dayaks sind gezwungen, immer mehr ihre gewohnte Lebensweise aufzugeben und sich als „Arbeitssklaven“ in den Plantagen vor Ort zu verdingen.

Eine ganze Region befindet sich in einem dramatischen Umbruch – mit Klimaauswirkungen, die weit über Borneo hinausgehen. Das nehemia team versucht durch die Begleitung und Entwicklung von jungen Menschen einen Beitrag zu leisten, dass diese den drastischen Wandel bewältigen und Hoffnungsträger für ihre Region werden können.

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