Borneo

Die Dayaks auf Borneo

6 Mrz , 2015  

Borneo, die drittgrößte Insel der Welt, befindet sich auf Äquatorhöhe in Südostasien. Zum indonesischen Teil gehört die Provinz West-Kalimantan, eine der am wenigsten alphabetisierten Regionen des Landes. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört den verschiedenen Stämmen der Dayaks an. Sie haben die Insel vor mehr als 2000 Jahren bevölkert. Ihre Herkunft ist unklar. Viele Dayaks praktizieren Animismus und bringen ihren Göttern Blutopfer. Berühmt und berüchtigt waren die Dayaks früher als Kopfjäger. Viele der Dayaks leben sehr einfach und haben ein Einkommen von weniger als einem Euro pro Tag. Ihren Unterhalt verdienen sie im Wesentlichen durch das Sammeln von Kautschuk und dem Anbau von Pfeffer. Traditionell holt man Gemüse aus dem Regenwald. Die Zucht von Hühnern, Schweinen, oder Fischen haben die meisten Bauern bis heute nicht gelernt. Im Zuge der zunehmenden Vernichtung des Regenwalds und der Schaffung riesiger Palmöl-, Kautschuk- oder anderer Plantagen verlieren die Dayaks ihren bisherigen Lebensraum und verdingen sich als Arbeiter in diesen Plantagen. Dazu ist ihre traditionelle Kultur durch die vielen negativen Begleiterscheinungen dieses rapiden Wandels herausgefordert. Es gibt in vielen Dörfern kaum medizinische Versorgung. Auch Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung fehlen noch oft. Befestigte Straßen sind selten. Meist wird mit Mopeds, die man sich gegenseitig ausleiht, auf Schlammpisten gefahren, oder man benutzt Boote auf den Flüssen.

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